Ein halbes Jahrhundert später ist der Elysee-Vertrag immer noch Teil des deutsch-französischen Konsultationsprozesses, obwohl sich der Inhalt dieser Diskussionen dramatisch verändert hat. Die Folgen der deutschen Wiedervereinigung und der Erweiterung der Europäischen Union, die im Mittelpunkt der Diskussion in den 1990er Jahren stand, wurden seitdem durch die unterschiedlichen Ansichten über die Lösung der Schuldenkrise in der Eurozone ersetzt. Es gibt keine Schritte, um soziale Ungleichheit oder den sozial-ökologischen Wiederaufbau in den Ländern zu überwinden. Letztlich vertiefen Angela Merkel und Emmanuel Macron mit diesem Vertrag ein Europa der Banken und Konzerne, ein Europa der Aufrüstung und sozialer Verzerrungen. Wir brauchen keine Monopolstellung zweier Länder in der Europäischen Union, sondern ein solidarisches und vor allem friedliches Europa. Als Partei der Europäischen Linken unterstützen wir deutsch-französische Kooperationsprojekte, aber wir lehnen diesen Vertrag ab. Die Außenminister Dr. Gerhard Schröder und Maurice Couve de Murville unterzeichnen den Vertrag zur Gründung der FGYO im Beisein von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer und Präsident Charles De Gaulle. Die FGYO hat die Aufgabe, die Bindungen zwischen den beiden Ländern zu stärken.
Es dient der Jugend Frankreichs und Deutschlands. Darüber hinaus versprachen Adenauer und de Gaulle eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Jugendpolitik, wobei der Sprachenaustausch und das Lernen gefördert werden sollten. Diese Entscheidung führte im Sommer 1993 zur Gründung des Deutsch-Französischen Jugendamtes. Der Vertrag enthielt weder spezifische Anforderungen noch definierte er politische Ziele. Tatsächlich war der Vertrag mit seinen wenigen Absätzen nur die Blaupause für den deutsch-französischen Motor, der europa schließlich antreiben würde. Die Außenminister Joschka Fischer und Michel Barnier unterzeichnen am 28. April 2005 in Paris den neuen Vertrag für das Deutsch-Französische Jugendamt, der eine Strukturreform vorsieht. Zu den Reformen gehört ein Generalsekretariat mit zwei Generalsekretären gleichen Ranges, einem Franzosen und einem Deutschen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40.00.200-Jährigen wurden neue Formen der bilateralen Koordinierung zwischen den beiden Ländern geschaffen, wie der deutsch-französische Ministerrat, der zweimal jährlich zusammentritt. Die Feier führte auch zur Schaffung eines gemeinsamen deutsch-französischen Geschichtslehrbuchs, das in beiden Ländern verwendet werden soll und eine gemeinsame Vision der Geschichte fördert. Die Deutsch-Französische Universität ermöglicht es Studierenden, internationale Doppelabschlüsse aus beiden Ländern zu erreichen.
Darüber hinaus wurde ein sogenanntes Elysée-Fond gegründet, um deutsch-französische Kulturprojekte in Drittländern zu fördern. Auch doppelstaatsbürgerschaften für französische und deutsche Staatsbürger im Anderenland sind jetzt leichter zu erlangen oder in einigen Fällen endlich möglich. Die deutsche Wiedervereinigung fand in einer Zeit enger Zusammenarbeit zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und Präsident Francois Mitterrand statt. «Ist es nicht unsere Aufgabe als junge Europäer, uns einzubringen und für Frieden und ein besseres Verständnis zu kämpfen, wann immer es möglich ist?» Es wird eine Organisation zur Pflege der Beziehungen zwischen den Jugendlichen frankreichs und Deutschlands eingerichtet, die als «Französisch-Deutsches Jugendamt» bezeichnet wird. Der bilaterale Einigungsprozess trieb den Europäischen Einigungs- und Integrationsprozeß voran, der mit den Römischen Verträgen und der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957 begann. Darüber hinaus wurde eine interministerielle Kommission eingesetzt, die die deutsch-französische Zusammenarbeit koordinieren und übersehen soll. Es bestand aus hochrangigen Beamten aller beteiligten Ministerien. [3] Fein gerippt mit Randschrift: dreimal die Sequenz «2 * *» aufrecht und die Sequenz «* * 2» umgekehrt Unter den direkten Folgen des Vertrages sind die Schaffung des Deutsch-Französischen Jugendamtes (l`Office Franco-allemande pour la jeunesse/Deutsch-Französisches Jugendwerk), die Gründung von deutsch-französischen Gymnasien und die Städtepartnerschaftzwischen zahlreichen französischen und deutschen Städten, Schulen und Regionen.








